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Häufig gestellte Fragen | FAQ

 

Was ist RomArchive?

Mit RomArchive entsteht ein digitales Archiv für die Künste und Kulturen der Sinti und Roma. Archiviert wird Kunst aller Gattungen, erweitert um zeitgeschichtliche Dokumente und wissenschaftliche Positionen.

Inhaltlich wird jeder Archivbereich von einem eigenen Kuratorenteam verantwortet.

RomArchive wird ein international zugänglicher Ort sein, der die Kulturen und Geschichten von Sinti und Roma sichtbar macht, um auf diese Weise den beständigen Fremdbeschreibungen und Stereotypen mit einer von Sinti und Roma selbst erzählten Gegengeschichte zu begegnen.

RomArchive erhebt keinen Anspruch auf Vollständigkeit, sondern versteht sich als stetig wachsende Plattform, die exemplarische Sammlungen präsentiert.

Mit seinen kuratierten Inhalten, dem modernen Storytelling und der intelligenten Kontextualisierung unterscheidet sich RomArchive in seiner Ästhetik und Methodik von statischen Datenbanken.

RomArchive ist international. Sitz der derzeitigen Trägergesellschaft ist Berlin. Die Kuratorenteams und der Beirat sind international und vornehmlich mit Sinti und Roma besetzt.

 

Was ist unsere Vision?

Wir machen die Künste von Sinti und Roma sichtbar.

Making Romani Arts Visible.

Ame sikavas Romani Art.

 

Was ist unsere Mission?

Sichtbarkeit und Kanonbildung

Wir sammeln Kunst aller Sparten und ergänzen diese um wissenschaftliche Perspektiven. Die kuratierte Sammlung wird in unserem digitalen Archiv sichtbar gemacht.

Die Kulturen von Sinti und Roma werden hier als das gezeigt, was sie sind: ein Teil der globalen Geschichte.

Selbstrepräsentation

Wir kontrastieren Fremdbilder, Mythen und Stereotypen mit einer von Sinti und Roma selbst erzählten Gegengeschichte, die auf fundierten Fakten basiert.

Nachhaltigkeit und Romani Leadership

Im Projekt sind Sinti und Roma signifikant in alle Entscheidungsprozesse eingebunden. Nach der fünfjährigen Aufbauphase (2015–2019) wird das Archiv an eine internationale Roma-Organisation übergeben.

 

Was sind unsere Ziele?

Kunst digitalisieren

Wir präsentieren und kontextualisieren eine repräsentative Auswahl von hochrelevanten künstlerischen Beiträgen von Sinti und Roma.

Die Auswahl erfolgt durch unsere Kurator_innen für die Archivbereiche Bildende Kunst, Film, Literatur, Musik, Tanz, Theater & Drama und Bilderpolitik sowie für den interdisziplinären Bereich Flamenco. Zudem gibt es eine Kuratorin für den Archivbereich zum Holocaust sowie eine Gruppe von Kurator_innen zur Bürgerrechtsbewegung der Sinti und Roma.

Wissen vermitteln & Stereotypen begegnen

RomArchive schafft eine verlässliche Wissensquelle, die Stereotypen und Vorurteilen mit Fakten begegnet.

Die Kunst und die Kulturen von Sinti und Roma werden in unserem digitalen, mehrsprachigen und international zugänglichen Archiv als integraler Bestandteil der Kulturgeschichte sichtbar gemacht.

Nachhaltigkeit sichern

RomArchive wird nach seiner fünfjährigen Aufbauphase (2015–2019) an eine internationale Roma-Organisation übergeben.

 

Was sind unsere strategischen Prioritäten?

Sichtbarkeit | Verlässlichkeit | Romani Leadership | Nachhaltigkeit

 

Wer steht hinter RomArchive?

Die am Projekt Beteiligten – mit den verschiedenen Arbeitsgruppen etwa 150 Akteure aus 15 Län­dern europaweit und darüber hinaus – bilden ein weltweites Netzwerk von Kulturschaffenden, Wissenschaftler_innen und, Aktivist_innen, die hauptsächlich zur Minderheit zählen.

Ein internationales Kuratorenteam ist für die Konzeption und Inhalte der einzelnen Archivbereiche verantwortlich.

Ein internationaler Beirat unterstützt und berät die Kurator_innen und bestimmt die strategischen Richtlinien des Projekts. Der Beirat besteht aus Künstler_innen, Wissenschaftler_innen und Aktivist_innen sowie aus Repräsentant_innen internationaler Sinti- und Roma-Organisationen aus den Gebieten Kunst, Kultur und Wissenschaft.

Das Projektteam um die Projektinitiatorinnen Franziska Sauerbrey und Isabel Raabe verantwortet die Gesamtkoordination sowie die Kommunikation und moderiert die Abläufe.

Außerdem verwaltet es das Budget, das der Stiftungsrat der Kulturstiftung des Bundes in seiner Sitzung vom 1. Dezember 2014 verabschiedet hat, und akquiriert weitere Drittmittel.

 

Wer bestimmt die Inhalte bei RomArchive?

Sinti und Roma gestalten das Archiv in allen entscheidenden Positionen: als Kurator_innen, als Künstler_innen, als Wissenschaftler_innen sowie im projektbegleitenden Beirat.

Inhaltlich definieren die Kurator_innen das Archiv. Anders als in „hegemonialen“ Archiven, in denen Sinti und Roma meist ausschließlich stereotyp dargestellt werden, steht bei RomArchive ihre Selbstrepräsentation im Mittelpunkt.

Es entstehen Erzählungen, die gerade auch die Heterogenität ihrer unterschiedlichen nationalen und kulturellen Identitäten widerspiegeln.

 

Welche Archivbereiche wird es geben?

RomArchive wird die künstlerischen Archivbereiche Bildende Kunst, Film, Literatur, MusikTanz, Theater & Drama und Bilderpolitik sowie den interdisziplinären Bereich Flamenco umfassen.

Ein weiterer Archivbereich befasst sich mit der Bürgerrechtsbewegung der Sinti und Roma. Im Archivbereich zum Holocaust werden frühe Selbstzeugnisse von Sinti und Roma veröffentlicht, die im Nationalsozialismus verfolgt wurden.

 

Wann passiert bei RomArchive was?

RomArchive wird seit 2015 durch die Kulturstiftung des Bundes gefördert.

Mit der ersten Beiratssitzung am 26. Juni 2015 hat sich RomArchive in Berlin konstituiert, alle Kurator_innen sind mittlerweile ernannt und haben mit ihrer Arbeit begonnen.

Im Januar 2019 geht RomArchive online. Davor kann die Arbeit der Kurator_innen sowie die gesamte Projektentwicklung auf dem Blog und auf Facebook, Twitter oder – in der analogen Welt – auf begleitenden Kulturveranstaltungen in verschiedenen europäischen Städten verfolgt werden.

Das Projekt läuft bis 2019. Nach der fünfjährigen Laufzeit übergeben die beiden Projektinitiatorinnen Isabel Raabe und Franziska Sauerbrey das Archiv an eine europäische Roma-Organisation.

 

Wie entstand RomArchive?

Die Idee für RomArchive basiert auf einer intensiven Recherche und zahlreichen Interviews, die die Projektinitiatorinnen Franziska Sauerbrey und Isabel Raabe mit Künstler_innen, Kurator_innen, Aktivisten_innen und Wissenschaftler_innen der Sinti und Roma europaweit geführt haben.

Dabei wurde der Bedarf deutlich, einen international zugänglichen Ort zu schaffen, der die Kulturen und Geschichten von Sinti und Roma sichtbar macht, um auf diese Weise den beständigen Fremdbeschreibungen und Stereotypen mit einer von Sinti und Roma selbst erzählten Gegengeschichte zu begegnen.

Mehr darüber finden Sie hier: Über RomArchive

 

Wie wird RomArchive aussehen?

Die Deutsche Kinemathek – Museum für Film und Fernsehen ist Kooperationspartner für die technische Umsetzung.

Um RomArchive international zugänglich zu machen, wird es mehrsprachig aufgebaut. Neben Deutsch und Englisch verwendet das Archiv Romanes.

Übersetzungen in weitere Sprachen sind vorgesehen, je nach Finanzierung durch die Länder, in denen sie vornehmlich gesprochen werden.

Mit seinen kuratierten Inhalten, dem modernen Storytelling und der intelligenten Kontextualisierung unterscheidet sich RomArchive in seiner Ästhetik und Methodik von statischen Datenbanken.

Eine intelligente Kontextualisierung liefert Hintergrundinformationen, hilft dem Verständnis komplexer Zusammenhänge und gewährleistet so eine differenzierte Lesart der gezeigten Werke.

Die magazinhaft und sinnlich aufbereitete Archiv-Website schafft über Bilder und Geschichten stets einen lebendigen Einstieg und regt zur tiefgehenden Auseinandersetzung mit den Themen an.

 

Was sind die Aufgaben des Beirats?

Der Beirat unterstützt und berät die Kurator_innen und bestimmt die strategischen Richtlinien des Projekts.

 

Was sind die Aufgaben der Kurator_innen?

Die Kurator_innen definieren das Archiv inhaltlich und wählen exemplarisch künstlerische Beiträge für die Archivbereiche Bildende KunstFilm, LiteraturMusik, Tanz, Theater und Drama und den interdisziplinären Bereich Flamenco aus, darüber hinaus Material zur Bilderpolitik, Selbstzeugnisse im Zusammenhang mit der Verfolgung der Sinti und Roma im Nationalsozialismus sowie wissenschaftliches Material zur Bürgerrechtsbewegung.

 

Wer fördert RomArchive?

Die Kulturstiftung des Bundes unterstützt RomArchive mit 3,75 Millionen Euro.

Damit setzt sie ein klares Zeichen: Eine der größten öffentlichen Stiftungen Europas widmet sich der größten Minderheit Europas, erkennt den Reichtum ihrer jahrhundertealten Kultur an und macht diese besser bekannt.

Dass sich eine deutsche Bundeseinrichtung dieses Themas annimmt, ist vor dem Hintergrund des NS-Völkermords an 500.000 Sinti und Roma von besonderer Bedeutung.

Vom Planungsbeginn an standen dem Projekt die European Roma Cultural Foundation und der Zentralrat Deutscher Sinti und Roma beratend zur Seite.

Auch die Bundeszentrale für politische Bildung und das Auswärtige Amt beteiligen sich an der Förderung von RomArchive.

Das Goethe-Institut unterstützt die Arbeit von RomArchive und flankiert es mit eigenen Veranstaltungen.

Weitere Details zur Förderung finden Sie hier: Förderer | Partner

 

Was passiert nach dem Ende der Projektlaufzeit?

Projektträgerin für den Aufbau von RomArchive innerhalb von fünf Jahren ist die sauerbrey | raabe gUG.

Im Anschluss übergeben die beiden Projektinitiatorinnen Isabel Raabe und Franziska Sauerbrey RomArchive an das European Roma Institute for Arts and Culture (ERIAC), welches das Archiv weiterführen und weiterentwickeln wird.

Um diesen Übergang zu erleichtern, hat die Bundeszentrale für politische Bildung bereits zugesagt, ab 2019 die redaktionelle Betreuung des Archivs für weitere fünf Jahre finanziell zu unterstützen.

 

 

Noch weitere Fragen?

Schreiben Sie uns eine Email an: mail(at)romarchive.eu

Presse & Kommunikation | Denhart v. Harling: press(at)romarchive.eu | t: +49-(0)30-69 59 80 34

Besuchen Sie RomArchive auf Facebook: facebook.com/RomanoArchive und Twitter: twitter.com/RomArchive

 

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